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ARR® Zentrum für
Anatomisch Richtiges Reiten

Rittorpweg 57
47574 Goch
Deutschland
 
Telefon: +49 (0) 2823 97555 09
Fax: +49 (0) 2823 97555 10
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Erfahrungsbericht

Ungleiche Rückenmuskulatur - total schief

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Gästebuch

Schiefentherapie für ein Therapiepferd

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ARR in der Reiter Revue

Unter dem Schlagwort «Die natürliche Schiefe sinnvoll abtrainieren» widmet diese Ausgabe der ReiterRevue der Arbeit des Zentrums für ARR spannende 6 Seiten!

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Urheberrecht

Aus aktuellem Anlass weisen wir nochmal eindringlich darauf hin, dass der Begriff «Schiefen-Therapie®» urheberrechtlich geschützt ist. Die Verwendung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Zentrums für ARR gestattet. Jede Zuwiderhandlung kann rechtliche Konsequenzen haben.

 

ANATÓMIAILAG HELYES LOVAGLÁS

Hier der vierte Teil der Artikelserie über ARR im ungarischen Reitsportmagazin LOVAS ELET!

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ARR IN DER DÄNISCHEN ZEITSCHRIFT RIDEHESTEN

Das renommierte dänische Pferdemagazin Ridehesten hat einen großen Artikel über die Trainingsmethode von ARR und das Aufbautraining des dänischen Warmblut-Hengstes White Talisman publiziert.

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Info-Flyer

Der Flyer mit vielen Informationen rund um das Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR.

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Gästebuch

Gästebuch

 

Vom austherapierten Pferd zum richtigen Kracher

Sternenfee, 15 Jahre, Trakenerstute

7-jährig hatten wir die Stute gekauft. Im Laufe der vergangenen 8 Jahre hatten wir aufgrund ständig wiederkehrender Lahmheiten verschiedene Tierkliniken besucht und das komplette Register gezogen: Szintigraphie, Arthroskopie, CT, Röntgen, Ultraschall, Spritzen hier und Spritzen da. Es wurden zwar «Kissing Spines» diagnostiziert, eine klare Diagnose, woher die Lahmheiten kamen, erhielten wir jedoch nicht. Auch widersprachen sich die Mediziner. Am Schluß hieß es dann immer: «Stellen Sie Ihr Pferd auf die Koppel» - austherapiert. An Reiten war oft mehrere Monate nicht zu denken. Immer wieder legten wir Pausen ein, gingen mit dem Pferd nur noch im Gelände spazieren oder in der Halle Schritt.

Nachdem die Lahmheiten in den vergangenen Jahren sich mehr oder weniger auf die Hinterhand beschränkt hatten, begann das Pferd im Mai 2012 dann auf der Vorderhand zu lahmen. Osteopathen und Tierheilpraktiker zeigten keinen Erfolg. Auch die Eingabe von Phenylbutazon zeigte keine Wirkung. Im September 2012 brachten wir das Pferd in die Klinik nach Tübingen. Röntgenologisch ergab sich kein Befund. Diagnostiziert wurde eine totale Fehlstellung der Vorderhufe, eine starke Schiefe (rechtshändig), starke Blockaden im Schulter- und Rückenbereich sowie im Trapezmuskel. Hier wurden wir auch auf die Schiefen-Therapie der Schöneichs aufmerksam gemacht. Eine «Art» dieser Schiefen-Therapie wird auch von dieser Klinik zu vermittelt - was wir versuchten, bei unserem Pferd umzusetzen. Doch wir traten auf der Stelle!

Anfang März 2013 gingen wir dann mit der Stute zum Schöneich-Lehrgang nach Heimsheim. Uns wurde klar, dass es nur eine Möglichkeit gab, aus dieser Sackgasse herauszukommen. Wir mussten unser Pferd ins Zentrum für ARR zu Schöneichs bringen. Natürlich waren wir zuerst sehr skeptisch, doch es waren Teilnehmer bei diesem Lehrgang, die ihre Pferde schon bei Schöneichs hatten. Und das hat uns doch sehr beeindruckt - ebenso wie die doch so logischen Erklärungen und Argumente von Herrn Schöneich.

Anfang April trat dann unser Pferd nach fast einem 3/4 Jahr Reitpause die Reise zu Schöneichs an.

Nach 4 Wochen Longenarbeit lief unser Pferd wieder taktrein, hatte Schwung im Rücken und enorm Muskeln aufgebaut. Sie strahlte vor Energie - ein völlig «neues» Pferd. Ihr Zustand stabilisierte sich immer mehr. Nach ca. 6 Wochen begannen wir dann mit der Sitzlonge und anschließend mit dem selbständigen Reiten in der Halle. Da das jetzige Reiten doch ein anders Reiten ist, das meiner Tochter natürlich viel leichter fällt als mir, verlängerten wir den Aufenthalt unseres Pferdes von 8 auf 11 Wochen. Es ist ein viel feineres Reiten. Von wegen Schenkeldruck, an den Zügeln ziehen oder mit dem Gesäß klemmen. Losgelassenheit, die Verzahnung mit dem Pferd, Taktreinheit, die Senkrechte, die Diagonale, leichte Impulse sind gefragt! Gar nicht einfach; es wurde einem doch immer anders vermittelt. Natürlich fiel früher öfter das Wort «Vorderlastigkeit» und «dein Pferd ist nicht gerade» beim Unterricht, doch was man dagegn tun kann, sagte einem keiner.

Ein großes Problem ist, dass in unserer schnelllebigen Zeit ein Pferd sehr schnell reitbar sein muss. Dabei wird außer Acht gelassen, ob das Pferd körperlich so weit ist und genug Muskeln aufgebaut hat, sprich sich zu einem Athleten verändert hat, sodass es einen Reiter tragen kann. Nur weil ein Pferd locker an der Longe läuft, kann es einen Reiter noch lange nicht tragen. Ein wichtiger Punkt ist auch das Geraderichten, das in der Ausbildungsskala viel zu weit hinten steht.

Bei unseren zahlreichen Aufenthalten im Zentrum für ARR haben wir nicht nur durch unser eigenes Üben, sondern sehr viel auch durch das Zuhören und Beobachten dazugelernt.

Es ist unglaublich was Schöneichs Tag für Tag mit so viel Engagement, Herzblut und Pferdeverstand leisten. Alles dient immer dem Wohle des Pferdes. Auch die Zusammenarbeit mit den Hufschmieden, dem Sattler und den Tierärzten geht Hand in Hand. Ich danke Herrn Schöneich für seine erschreckenden, aber auch tiefgreifenden Worte. Ich danke Frau Schöneich für ihre beständige Arbeit an der Longe, für ihre Engelsgeduld mit uns an der Sitzlonge und beim Reitunterricht, wo sie mit so viel Ruhe und Beharrlichkeit immer und immer wieder das Gleiche erklären musste. Danke Frau Carolin Kupfer für den einfühlsamen und kompetenten Beritt unseres Pferdes. Danke dem ARR-Team für die zuverlässige Pflege.

Wir stehen mit unserem Pferd nun an einem guten Neustart, der Grundstein ist gelegt. Sicher wird es auf unserem Weg noch viele Unsicherheiten, Fragen und Probleme geben. Aber wir sind auf einem guten Weg und werden immer, sei es an der Longe oder im Sattel, Herrn und Frau Schöneich sowie Frau Kupfer im Ohr haben. Auch in Zukunft werden wir immer wieder die Schöneich-Lehrgänge bei uns in der Umgebung besuchen.

Es ist sehr schade, dass wir nicht schon vor Jahren auf diesen Weg gebracht wurden. Unserem Pferd und uns wäre so viel Leid erspart geblieben, das die ganze Familie belastet hat. Es geht einem richtig das Herz auf, zu sehen wie wunderschön, losgelassen und taktrein dieses Pferd nun gehen kann - und so «aufrecht». Das gab es noch nie! Ein richtiger Kracher!

Vielen Dank an euch!
Sternenfee mit Brigitte und Ann-Kathrin Goeker


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