Shop    Glossar    Impressum

 

Newsletter    DE|EN

ARR® Zentrum für
Anatomisch Richtiges Reiten

Rittorpweg 57
47574 Goch
Deutschland
 
Telefon: +49 (0) 2823 97555 09
Fax: +49 (0) 2823 97555 10
Telefon (Mobil): +49 (0) 172 14 13 294
Telefon (Mobil): +49 (0) 172-211 73 13
E-Mail: info@arr.de

Volltextsuche

Kurstermin steht zur Verfügung

Freies Wochenende vom 04. bis zum 06. August 2017
bei Interesse gerne hier im Zentrum melden.

 

Erfreuliche Rückmeldung

weiter hier...

 

Zurück ins Leben - Erfahrungsbericht

hier lesen

 

ARR in der Reiter Revue

Unter dem Schlagwort «Die natürliche Schiefe sinnvoll abtrainieren» widmet diese Ausgabe der ReiterRevue der Arbeit des Zentrums für ARR spannende 6 Seiten!

mehr

 

Urheberrecht

Aus aktuellem Anlass weisen wir nochmal eindringlich darauf hin, dass der Begriff «Schiefen-Therapie®» urheberrechtlich geschützt ist. Die Verwendung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Zentrums für ARR gestattet. Jede Zuwiderhandlung kann rechtliche Konsequenzen haben.

 

ANATÓMIAILAG HELYES LOVAGLÁS

Hier der vierte Teil der Artikelserie über ARR im ungarischen Reitsportmagazin LOVAS ELET!

Artikel lesen

 

ARR IN DER DÄNISCHEN ZEITSCHRIFT RIDEHESTEN

Das renommierte dänische Pferdemagazin Ridehesten hat einen großen Artikel über die Trainingsmethode von ARR und das Aufbautraining des dänischen Warmblut-Hengstes White Talisman publiziert.

Artikel lesen

 

Info-Flyer

Der Flyer mit vielen Informationen rund um das Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR.

Download Flyer (pdf)

 

zu Facebook

 

Besuchen Sie uns auf Youtube

 

 

Gästebuch

Gästebuch

 

Ungleiche Schultermuskulatur und wiederkehrende Taktunreinheiten

Maeckes, Trakehner, 12 Jahre

Meinen Trakehner Maeckes habe ich 9-jährig gekauft. Er ist nun 12 Jahre alt und auch mein erstes Pferd. Schon damals wurde seine starke natürliche Schiefe, seine schlechtere Bemuskelung im rechten Schulter/Trapezmuskel-Bereich und auch immer wiederkehrende Taktunreinheiten hinten rechts festgestellt.

Als wir es kurz vor dem Aufenthalt im Zentrum für AAR mit Vollberitt versuchten, zeigte sich keine Verbesserung des Problems: Maeckes blieb steif, verspannt und sehr widersetzlich.
Also meldete ich ihn zur Schiefen-Therapie im Zentrum für AAR an – aufgrund der guten Erfahrungen anderer Pferdebesitzer und weil mir klar wurde, dass sein Problem nur über die Schiefen-Therapie zu beheben war.

Nach ca. 6 Wochen Longenarbeit lief Maeckes wieder taktrein und hatte unwahrscheinlichen Schwung und Muskulatur entwickelt. Ein völlig anderes Pferd. Auch wirkte er vorher immer sehr in sich gekehrt, als hätte er abgeschlossen, nun aber strotzte er vor Stolz und Energie.

Er war nun bereit für die Arbeit unter dem Sattel, denn er hatte gelernt, dass er seinen Rumpf anheben und seine innere Schulter zurücknehmen kann, um aufs äußere Hinterbein (Standbein) zu kommen und damit sein inneres Hinterbein (Spielbein) nicht mehr zu blockieren, sondern weit unter den Schwerpunkt zu treten. Nun war seine Hinterhandaktivität und somit der Takt wiederhergestellt.

Aufgrund seiner sehr unterschiedlich bemuskelten Trapezmuskulatur rutschen seine ersten drei Sättel während des ersten Jahres immer sehr stark nach rechts. Dies und meine Unerfahrenheit hatten mich dazu veranlasst ihm einen Sattel auf seine natürliche Schiefe anzupassen. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellte. Das schief eingestellte Kopfeisen rechts ließ es gar nicht zu, dass Maeckes seine Schulter anheben, zurücknehmen und in die Senkrechte kommen konnte. Auch konnte er seinen Rücken so nicht aufwölben. Er war lediglich vorhandlastig mit immer schlimmer werdenden Taktunreinheiten hinten rechts.
Selbst nach Begradigen des Sattels und Umpolsterung für mehr Freiheit im Widerrist/Schulter-Bereich ist seine Erinnerung an diese schlechte Zeit fest verankert bei ihm. Er akzeptiert keine traditionellen/englischen Dressursättel mehr, was er beim Ausprobieren deutlich zeigt. Das Trauma ist zu groß.

Also legten wir ihm einen Westernsattel auf, mit dem die Familie Schöneich seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Er bietet ihm die nötige Freiheit und andere Druckverteilung, die mein Pferd jetzt dringend braucht, um wieder Vertrauen zu finden. Es war enorm, was für ein Unterschied es war mit dem Westernsattel. Maeckes bewegte sich völlig anders, viel schwungvoller, gelassener und mit aktiver Hinterhand.

Dann kam erst einmal die Sitzlongenstunde, damit ich mich zunächst an den neuen Schwung gewöhnen konnte, denn bisher schwang der Rücken ja immer nach unten, nicht nach oben. Es stellte sich anfangs heraus, dass es gar nicht so einfach ist seine eigene Senkrechte zu finden und nicht immer wieder nach innen zu kippen.

Ihn unter dem Sattel zu sehen mit der Bereiterin Frau Kupfer war für mich immer wieder ein Hochgenuss. Er lief ganz anders! Er hatte sichtlich wieder Spaß an der Arbeit, hörte wieder zu und wollte alles richtig machen.

Ich habe den Reitunterricht bei Frau Kupfer und Frau Rachen-Schöneich sehr genossen, es wurde viel «feines Reiten» vermittelt, weit weg von Zügel- und Schenkeldruck oder dem festen äußeren Zügel. Vielmehr ist es nun ein Bitten mit gleichzeitiger Verzahnung von Reitergesäß und Pferd.

In meinen wenigen Unterrichtsstunden im Zentrum für AAR hatte ich sehr viele Momente mit meinem Pferd, in denen ich das Gefühl hatte, mit ihm zu verschmelzen – mehr als in den gesamten drei Jahren, in denen ich Maeckes nun habe.

Trotzdem verlangt unser kleines Problemchen nun immer viel Aufmerksamkeit und Konzentration, sodass er nicht immer wieder auf seine innere Schulter fällt, bis er sich völlig stabilisiert hat. Aber es wurde uns ein neuer Weg gezeigt, um das Gelernte über die nächsten Monate zu festigen und wieder zum klassischem Reiten zu gelangen. Dann aber mit einem Pferd, das sich ehrlich an den äußeren Zügel anlehnen kann.

Ich bereue letztlich nur, dass wir den Weg ins Zentrum für ARR erst so spät gefunden haben und werden gerne an weiterführenden Seminaren teilnehmen.

Vielen Dank an Frau Rachen-Schöneich und an Herrn Schöneich für die vielen Erklärungen und die Geduld, an Carolin Kupfer für den einfühlsamen Unterricht und auch an Praktikantin Andrea für deine Hilfe immer und überall und dein offenes Ohr!

Auf ein baldiges Wiedersehen,
Ramona Pohle mit Maeckes


zurück