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ARR® Zentrum für
Anatomisch Richtiges Reiten

Rittorpweg 57
47574 Goch
Deutschland
 
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Fax: +49 (0) 2823 97555 10
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Kurstermin steht zur Verfügung

Freies Wochenende vom 04. bis zum 06. August 2017
bei Interesse gerne hier im Zentrum melden.

 

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Zurück ins Leben - Erfahrungsbericht

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ARR in der Reiter Revue

Unter dem Schlagwort «Die natürliche Schiefe sinnvoll abtrainieren» widmet diese Ausgabe der ReiterRevue der Arbeit des Zentrums für ARR spannende 6 Seiten!

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Urheberrecht

Aus aktuellem Anlass weisen wir nochmal eindringlich darauf hin, dass der Begriff «Schiefen-Therapie®» urheberrechtlich geschützt ist. Die Verwendung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Zentrums für ARR gestattet. Jede Zuwiderhandlung kann rechtliche Konsequenzen haben.

 

ANATÓMIAILAG HELYES LOVAGLÁS

Hier der vierte Teil der Artikelserie über ARR im ungarischen Reitsportmagazin LOVAS ELET!

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ARR IN DER DÄNISCHEN ZEITSCHRIFT RIDEHESTEN

Das renommierte dänische Pferdemagazin Ridehesten hat einen großen Artikel über die Trainingsmethode von ARR und das Aufbautraining des dänischen Warmblut-Hengstes White Talisman publiziert.

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Info-Flyer

Der Flyer mit vielen Informationen rund um das Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR.

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Gästebuch

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«Gymnastiziert eure Pferde richtig, sie haben es verdient!»

Erfahrungsbericht zum Kurs in Zöthen

Vorwärts? Vorwärts!
Ein persönlicher Eindruck vom Kurs Schiefenkorrektur

Da war ich also glücklich angereist in Zöthen. Kurs Schieferkorrektur mit Klaus Schöneich. Ein sehr nahbarer (es fühlt sich komisch an, hier «älterer Herr» zu schreiben), traf auf dem Hof ein und musterte seine (menschlichen) Schützlinge. Wir teilten uns spontan auf in die «Ersttäter» und «Wiederholungstäter», drei von den vorgestellten elf Pferden waren Herrn Schöneich unbekannt. Bei den anderen schwangen schon sehr zeitig Vertraulichkeiten mit. Es folgte ein Vortrag über die zentrale Frage «Warum longieren wir?» und die natürliche Schiefe des Pferdes. Ja, klingt logisch, aber ich habe doch ein spezielles Pferd, der kann das doch nicht, weil bei dem irgendwas nicht stimmt!

Durch das Zuschauen eines früheren Kurses wusste ich ein wenig, was mich erwartet. Nach der Analyse der «neuen» Pferde bekam ich meine Erwartung schwarz auf weiß, oder besser bunt auf Leinwand per Videoanalyse. Die Zeitlupe bestätigt schonungslos, was ich eigentlich schon wusste, und weshalb ich diesen Kurs gewählt hatte: Mein siebenjähriger Körper-Klaus hat keine Ahnung, wie er sich selbst tragen soll. Gut, deswegen war ich ja hier.

Herr Schöneich wies die Neulinge darauf hin, dass die Pferde nach der Arbeit anfangen würde zu glänzen, wenn der Stoffwechsel erstmal richtig in Schwung kommt. Jaja, klar, wenn er ein bisschen schwitzt, glänzt er natürlich.

Nächster Tag, Teilnehmerplanung, wer reitet, wer longiert. Die «Neuen» hatten die Analyse einigermaßen verdaut und warteten gespannt auf die Dinge, die da kommen. Schnell war der Zirkel aufgebaut und das erste Pferd an der Longe. Innerhalb kurzer Zeit stellte sich eine Verbesserung ein, aus einem relativ hektischen Herumrudern wurde ein ansehnlicher Trab. Kaum im Zirkel, hab ich meine kleine Schlaftablette nicht wiedererkannt: innerhalb kürzester Zeit wurde abgeschnaubt und förmlich um Führung und Forderung gebettelt. Unglaublich, mein Pferd hatte Spaß! Bei anstrengender Arbeit. Wo ich doch oft genug jeden Schritt herauskitzeln muss. Und plötzlich fordert da jemand die richtige Gymnastizierung und mein Pferd strahlt förmlich. Nach 20 Minuten longieren habe ich mein Pferd wieder in der Hand. Offen, gut warm, freudig und aufmerksam.

Ich versuche, bei den Reitern Informationen mitzunehmen und erkenne, Schema F gibt’s nicht, jedes Pferd-Reiter-Paar ist anders und hat andere Dinge, an denen sie arbeiten möchten. Galoppwechsel, Sitzschule, jeder Teilnehmer entscheidet selbst, woran er arbeiten möchte und holt sich doch fast immer vorher Rat bei Herrn Schöneich.

«Halten Sie Ihr Pferd mal an. Wieso haben Sie das so gemacht? Geben Sie mir eine Begründung.» Ich habe keine, außer «Das hab ich schon immer so gemacht». Es fühlt sich an, als ob das für Schöneich das Salz in der Suppe der bestimmt schon unzähligen Kurse ist: Die Leute zum Nachdenken zu bringen, Sachen zu hinterfragen. Es braucht keiner der Kursteilnehmer das Pferd von vorn bis hinten zu verstehen. «Es ist einfach», diesen Satz höre ich nicht nur einmal an diesem Wochenende.

Mein Pferd steht zufrieden in seiner Gastbox und brummelt mich an, und, verflixt nochmal, er glänzt wirklich. Richtig doll, wie ich es monatelang nicht gesehen habe.

Am Samstagabend beim gemütlichen Zusammensitzen der Kursteilnehmer wird sie herumgereicht, die Frage nach dem Wie. Die «alten Hasen» rauben uns Neulingen fast alle Illusionen: es ist ein langer Weg und eigentlich ist er nie zu Ende, Rückschläge sind Teil des Ganzen. Wir schwanken zwischen Motivation und ein wenig Pessimismus.

Am nächsten Tag darf ich selber an die Longe, wir haben ein paar gute Momente. Eigentlich eher ich, mein Pferd hat ja schon gezeigt, dass er es (lernen) kann, jetzt muss ich EINFACH in den nächsten Tagen aufholen, alte Muster durchbrechen, mir und dem Pferd erlauben, eher Fehler zu machen, als Fehler durch Nichtstun zu vermeiden.

Ich habe die Veränderung bei meinem Pferd gesehen. Der Weg ist es wert, beschritten zu werden. Was ich mitnehme, außer einer Reizüberflutung und der Gewissheit, mal wieder ganz viel nicht zu wissen? Besonders diesen Satz: «Gymnastiziert eure Pferde richtig, sie haben es verdient!»


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