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ARR® Zentrum für
Anatomisch Richtiges Reiten

Rittorpweg 57
47574 Goch
Deutschland
 
Telefon: +49 (0) 2823 97555 09
Fax: +49 (0) 2823 97555 10
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E-Mail: info@arr.de

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Urheberrecht

Aus aktuellem Anlass weisen wir nochmal eindringlich darauf hin, dass der Begriff «Schiefen-Therapie®» urheberrechtlich geschützt ist. Die Verwendung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Zentrums für ARR gestattet. Jede Zuwiderhandlung kann rechtliche Konsequenzen haben.

 

ARR in der Reiter Revue

Unter dem Schlagwort «Die natürliche Schiefe sinnvoll abtrainieren» widmet diese Ausgabe der ReiterRevue der Arbeit des Zentrums für ARR spannende 6 Seiten!

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Info-Flyer

Der Flyer mit vielen Informationen rund um das Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR.

Download Flyer (pdf)

 

ARR IN DER DÄNISCHEN ZEITSCHRIFT RIDEHESTEN

Das renommierte dänische Pferdemagazin Ridehesten hat einen großen Artikel über die Trainingsmethode von ARR und das Aufbautraining des dänischen Warmblut-Hengstes White Talisman publiziert.

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ANATÓMIAILAG HELYES LOVAGLÁS

Hier der vierte Teil der Artikelserie über ARR im ungarischen Reitsportmagazin LOVAS ELET!

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Presse

Presse

 

Auf der Couch bei Klaus Schöneich

Cavallo Januar 2013

Der Ausbilder berichtet über einen Umzug mit Folgen: Ein PRE-Hengst aus Spanien wurde in Deutschland plötzlich wie ein Warmblut geritten - und geriet ausser Kontrolle. (Interview Anne Hansen)

Cavallo: Wenn es um Problempferde geht, sind wir bei Ihnen an der richtigen Stelle.
Klaus Schöneich: Stimmt. Wir haben meistens Problempferde hier, deren Schwierigkeiten auf der natürlichen Schiefe basieren.

Können Sie ein spezielles Pferd auswählen?
Mir fällt Ubio, ein Andalusier-Hengst, ein. Die Besitzerin ist Dressurreiterin, unter anderem der Schweizer Nationalmannschaft zugehörig. Sie hatte den Hengst in Madrid gekauft. Nachdem sie ihn drei Monate in Deutschland geritten hatte, fingen die Probleme an.

Welche Probleme hatte Ubio
Der Hengst war überhaupt nicht mehr zu kontrollieren. Er hatte permanent Panikanfälle, stand zitternd und schweißgebadet in der Box und rannte im Wahn auch schon mal gegen die Wand.
Kurz: Er war nicht mehr reitbar. Über Monate wurde das Pferd in einer Klinik durchgecheckt mit dem vernichtenden Urteil, dass körperlich alles in Ordnung sei, er aber nicht mehr gebrauchsfähig war. Der psychische Zustand des Tieres war einfach zu schlecht.

Hört sich nach einem Trauma an. War irgend etwas passiert?
So banal es klingt: Die Umstellung auf unsere traditionelle Reitweise und die neuen Anforderungen waren die Ursache. Viele iberische Pferde kommen mit der Umstellung nicht klar.

Woran liegt das?
Die Rassen der iberischen Pferde sind über Jahrhunderte gereift. Genetisch bringen sie ganz andere Voraussetzungen mit als etwa ein Warmblut. Die Piaffe zum Beispiel ist in dem iberischen Pferd genetisch verankert. Wenn dieses Pferd allerdings plötzlich wie ein Warmblut geritten wird, kann es das nur schlecht verarbeiten. Ein Warmblut bei uns ist auf Vorwärtsgehen gezogen. Iberische Pferde begreifen das oftmals nicht, denn die Hinterhand arbeitet nicht in dem Maße mit wie wir es von unserem Warmblut erwarten. Deswegen ist das Verlangen, sich so zu bewegen, komplett neu fürs Pferd und kann daher manchmal zu solchen psychischen Auswirkungen führen wie bei Ubio.

Fazit: Kauft keine iberischen Pferde mehr aus Spanien oder Portugal?
Nein, natürlich nicht. Aber der Reiter muss sich klar sein, dass das Pferd auf die neuen Bewegungsmuster und die neue Reitweise eingestellt werden muss. In 80 Prozent der Fälle schaffen das die Reiter selbst, aber in den restlichen 20 Prozent muss der Profi ran.

Bei Ubio haben Sie die "Diagonale erarbeitet". Was heißt das?
Man muss wissen, dass alle Pferde von Natur aus schief sind. Jedes Pferd hat seine Schokoladenseite, wie bei Menschen gibt es Links- und Rechtshänder. Die Schiefe führt zu einer diagonalen Mehrbelastung der Muskulatur, was dem Pferd auf Dauer schadet. Es geht in unserer Arbeit darum, das Pferd geradezurichten und auf beide Seiten gleichmäßig zu gymnastizieren. Das innere Hinterbein muss in den Schwerpunkt treten. Das muss unbedingt erreicht werden. Es kommt zur Ausbalancierung, wodurch die Kraft nach hinten verlagert wird. Dieser positive Zustand gibt dem Pferd nicht nur Sicherheit, sondern es bleibt auch gesund. Wird die natürliche Schiefe des Pferdes nicht korrigiert, kann es zu Rittigkeits-, Kniebandsproblemen und Kissing Spines, einer Krankheit des Rückens, führen, deren Ursache sehr oft vergeblich gesucht wird.

Hatte die Arbeit Erfolg?
Und wie! Er ist nach dem Aufenthalt bei uns erfolgreich international in vielen S-Prüfungen gegangen. Später wurde er gekört und als erster PRE-Hengst in Deutschland für die Warmblutzucht anerkannt.


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