Shop    Glossar    Impressum

 

Newsletter    DE|EN

ARR® Zentrum für
Anatomisch Richtiges Reiten

Rittorpweg 57
47574 Goch
Deutschland
 
Telefon: +49 (0) 2823 97555 09
Fax: +49 (0) 2823 97555 10
Telefon (Mobil): +49 (0) 172 14 13 294
Telefon (Mobil): +49 (0) 172-211 73 13
E-Mail: info@arr.de

Volltextsuche

Erfahrungsbericht

Ungleiche Rückenmuskulatur - total schief

zum Text

 

Gästebuch

Schiefentherapie für ein Therapiepferd

lesen Sie hier

 

ARR in der Reiter Revue

Unter dem Schlagwort «Die natürliche Schiefe sinnvoll abtrainieren» widmet diese Ausgabe der ReiterRevue der Arbeit des Zentrums für ARR spannende 6 Seiten!

mehr

 

Urheberrecht

Aus aktuellem Anlass weisen wir nochmal eindringlich darauf hin, dass der Begriff «Schiefen-Therapie®» urheberrechtlich geschützt ist. Die Verwendung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Zentrums für ARR gestattet. Jede Zuwiderhandlung kann rechtliche Konsequenzen haben.

 

ANATÓMIAILAG HELYES LOVAGLÁS

Hier der vierte Teil der Artikelserie über ARR im ungarischen Reitsportmagazin LOVAS ELET!

Artikel lesen

 

ARR IN DER DÄNISCHEN ZEITSCHRIFT RIDEHESTEN

Das renommierte dänische Pferdemagazin Ridehesten hat einen großen Artikel über die Trainingsmethode von ARR und das Aufbautraining des dänischen Warmblut-Hengstes White Talisman publiziert.

Artikel lesen

 

Info-Flyer

Der Flyer mit vielen Informationen rund um das Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR.

Download Flyer (pdf)

 

zu Facebook

 

Besuchen Sie uns auf Youtube

 

 

Fachaufsätze

Fachaufsätze

 

Anatomisch Richtiges Reiten - ein ganzheitlicher Ansatz

Fachaufsatz von Dr. Michael Wolters, Tierarzt und Akupunkteur

Seit ich beim ARR-Zentrum Pferde mit (hauptsächlich) Akupunktur behandle, hat mich immer wieder ein Phänomen erstaunt: die meisten Patienten sehe ich nur ein einziges Mal. In meiner sonstigen Akupunkturpraxis dagegen müssen Pferde i.d.R. mehrere Male behandelt werden, bis sich ein positiver Effekt einstellt. Die Erklärung findet sich, wenn man begreift, was mit diesen Pferden durch ARR geschieht. Ganz offensichtlich wird der Organismus auf eine Weise trainiert, die der Akupunktur den Weg bereitet. Vorgestellt werden mir ja nur die Tiere, bei denen die Verbesserung mit dem täglichen Übungspensum nicht so fortschreitet, wie es zu erwarten wäre. Irgendwo sitzt da offenbar eine Blockade im Organismus. Und nach der (einen) Akupunktur scheint diese Blockade (meist) verschwunden zu sein: oft wird mir berichtet, dass der Fortschritt geradezu einen Sprung gemacht habe.

Akupunktur ist eine Therapieform der Komplementärmedizin. Wir möchten den Begriff «Alternativmedizin» vermeiden, weil diese Heilweisen (wie auch Homöopathie, Bachblüten, Magnetfeld u.a.) eine Erweiterung der (notwendigen) konventionellen Medizin darstellen, keine Alternative als Entweder-Oder an sich. Im Zweifelsfalle wählt man immer diejenige, die im Augenblick den größten Erfolg verspricht.

Es besteht sicherlich bei niemandem, der sich nur ein wenig mit unserer heutigen Lebenssituation auseinandergesetzt hat, der geringste Zweifel daran, dass unser Organismus einer viel größeren Belastung jeder Art ausgesetzt ist als das bei unseren Vorfahren der Fall war, ja schon mehr als bei unserer Elterngeneration. Vordergründig sind es Dinge wie immer weniger Bewegung und falsche Ernährung, worauf wir in jedem Zeitungsbericht über medizinische Kongresse und in den Veröffentlichungen der Krankenkassen hingewiesen werden. Dahinter verbirgt sich aber viel mehr. Wer aufmerksam in seiner Umwelt lebt, wird immer wieder feststellen, wieviel negativen Faktoren wir ungewollt ausgesetzt sind.

Wir können der zunehmenden Verschmutzung unserer Umwelt nicht entfliehen. Selbst wer nur Bio kauft, wer nach den strengsten Vorgaben «gesund» lebt, nimmt gezwungenermaßen Schadstoffe auf. Wer die Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln liest, wird sich wundern, warum da z.B. im Brot 10 Bestandteile aufgelistet sind, während beim eigenen Brotbacken nur 4 gebraucht werden. Wer sich draußen umsieht, wird von jedem Standpunkt aus Funkanlagen entdecken können, die ständig strahlen - und auf uns einwirken. Man muß kein Esoteriker sein um zu begreifen, dass da etwas passiert, was der einzelne nicht mehr kontrollieren kann. Unsere Enkelkinder werden sich vermutlich wundern, dass wir damit gelebt haben; so wie wir uns heute wundern, wie unsere Väter Asbest mit der Kreissäge geschnitten oder, in der Generation davor, auf Parties Röntgenbilder als Attraktion angefertigt haben - weil man von der Schädlichkeit des Materials bzw. der Strahlen noch zuwenig wußte. Alle biologischen Vorgänge haben mit elektrischen Ladungen zu tun, die dabei aktuell fließenden Energiemengen sind winzig - genauso winzig wie die künstliche Strahlung, die uns umgibt. Alles harmlos, wird von interessierter Seite gesagt, ein negativer Effekt sei wissenschaftlich nicht bewiesen. Aber einfaches Nachdenken macht schnell klar, dass es Einfluß haben muß, nur ist die Wissenschaft (zumindest noch) nicht in der Lage (oder auch nicht Willens), das zu beweisen.

Auch unsere Pferde bleiben von diesem Phänomen nicht verschont. Zum einen leben viele nicht in artgerechter Umgebung einschließlich der Fütterung, zum anderen werden sie in einer Weise gearbeitet, die den Organismus ständig überstrapaziert. Um dem abzuhelfen, bietet der Markt eine Unzahl von Präparaten an, die man unters Futter mischt, um die sichtbaren Störungen «aus dem Auge» zu bekommen. Damit sind sie längst nicht weg. Ganz im Gegenteil: alle diese Medikamente und (chemischen) Zusatzstoffe führen eher zu einer noch stärkeren Belastung des Organismus, der nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Stoffwechselprodukte (Schadstoffe) auszuscheiden. Die Zellen werden mit der Zeit so vollgemüllt, dass sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen können. Dann geht eine Meldung an das Gehirn: hier läuft nichts mehr, und der Körper zieht die Bremse: er reagiert mit Schmerz, der eine weitere Belastung verhindern soll. Wird dieser Sicherheitsmechanismus ausgeschaltet, z.B. durch alleinige Gabe von Schmerzmitteln, ist die Katastrophe vorprogrammiert.

Wie also sollte man sich verhalten, wenn wir uns (und unsere Tiere) nicht den negativen Einflüssen entziehen können? Das Wichtigste ist: so natürlich wie möglich, nur so viel Fremdes (Chemisches) wie nötig. Für Mensch und Tier gelten dieselben Regeln. Als Erstes: gesunde Nahrung. Als Zweites: viel Bewegung - aber richtig; nur soviel Streß wie nötig (Eustress). Als Drittes: Sowenig Zusatzstoffe wie möglich.

Auf dieser Grundlage arbeitet das ARR. Aus der Erkenntnis, dass Pferde von Natur aus weder zum Tragen eines Reiters noch zum Geradeausgehen geschaffen sind, und dass die meisten Reiter heutzutage nicht mehr mit Pferden groß werden, müssen Pferde und Reiter sehr viel mehr lernen als früher. Das Wichtigste ist das Wissen um die Ursachen, und dann das Ziehen der richtigen Konsequenzen.

Ein ganz zentraler Aspekt ist dabei die natürliche Schiefe, die nach vielen Jahren beharrlicher Arbeit von Klaus Schöneich und Gabriele Rachen-Schöneich mittlerweile ein allgemein akzeptierter Begriff ist. Die Tatsache, dass wegen Kissing-Spines-Diagnose aufgegebene Pferde wieder im Sport gehen können, belegt den Erfolg ihrer Vorgehensweise. Es ist keine Ein-Mann-Prozedur, sondern das Ergebnis von abgestimmter Zusammenarbeit. Es mag viele Methoden geben, die Pferd und Reiter helfen, sich besser zu verstehen. Aber ich kenne keine andere, wo sich die Hauptprotagonisten «nur» als Teil eines Ganzen sehen - wie im Bild des ARR-Gebäudes dargestellt. Diese Art des Trainings und der Therapie ist wahrhaft ganzheitlich, weil sie alle Aspekte, die Pferd und Reiter betreffen, mit einbezieht. Sie sucht alles zu vermeiden, was belastet. Und jeder auf seinem Gebiet harmonisch das Ganze fördert.

Das zu Beginn erwähnte Phänomen läßt sich erklären: Weil die Pferde durch ARR von (Stoffwechsel-) Ballast befreit werden und der Organismus langsam dazu gebracht wird, wieder normal seine Funktionen wahrnehmen zu können, weil also m i t der Natur und nicht gegen sie gearbeitet wird, deshalb reicht i.d.R. eine einzige Akupunkturbehandlung. Der gut (im ganzheitlichen Sinne) vorbereitete Organismus braucht dann nur den einen Kick, um sich weiter zu entwickeln.

Dr. Michael Wolters


zurück